Der erste Tag der Reise mit Stopp in Bamberg

Start des Abenteuers

Zu Samstag den 30.4 um 9:30 ist der Abfahrtszeitpunkt geplant.
Mit Freunden und mit meiner Familie gab es noch ein tolles Abschiedsfrühstück und noch viele gute Wünsche für die Reise.
Um 9:30 ging es dann tatsächlich aufs Motorrad und endlich los. So, das wäre dann schon mal geschafft und der Anfang ist gemacht.

Mit auf der ersten Etappe sind mein Freund Egon und Michael. Dies macht den Einstieg in die lange Abenteuertour sehr viel leichter. Bei herrlichem Sonnenschein lässt es sich wunderbar fahren. Gegen späten Nachmittag kommen Egon und ich wohlbehalten in Bamberg an, natürlich nicht auf geradem Weg, sondern über schöne Motorradstrecken. Michael hatte sich nach einigen Stunden gemeinsamer Fahrt auf den Rückweg begeben.

 IMG_0382_bearbeitet-1

IMG_0383_bearbeitet-1

Basti überlässt uns für eine Nacht seine Studentenwohnung. Der Abend in Bamberg mit einer ausgedehnten Kneipentour, geführt von einem Insider, ist ein tolles Erlebnis. Ich bin doch sehr positiv angetan, wie lebendig die Stadt Bamberg ist, nicht nur durch seine Studenten.

Am anderen Morgen gibt es ein tolles Frühstück im Hof Café und ich kann dabei meinen Geschenkgutschein einlösen.

  IMG_0387_bearbeitet-1

Anschließend unternehmen wir einen ausgedehnten Spaziergang durch Bamberg, um nicht zu sagen eine persönliche Stadtführung.
Um 14:00 geht es dann weiter Richtung Karlsbad in Tschechien, ebenfalls bei Sonnenschein.

Die letzten Tage vor der Abreise

Die letzten Tage vor der Abreise waren noch vollgepackt mit
Aktionen.

Visa:
Leider sind noch nicht alle Visa besorgt. Das Iranvisum hat länger
gedauert als erwartet. Damit verzögert sich das Visum für
Turkmenistan, das erst beantragt werden kann, wenn das iranische Visum
vorliegt. Um den Abreisetermin nicht zu verschieben, lasse ich mir den
Pass nach Kroatien in ein Hotel nachsenden.

Fahrsicherheitstraining:
Das Fahrsicherheitstraining am Karsamstag beim ADAC war intensiv und
hat das Motorradhandling in den verschiedenen Situationen noch mal
trainiert. Die Schräglagen möchte ich allerdings im Urlaub nicht
ausnutzen.

Russisch:
Den Russischkurs habe ich vorerst beendet. So richtig komfortabel
fühle ich mich zwar noch nicht, aber die Grundvoraussetzung ist mal
geschaffen. Der Rest muss sich finden und ist live in Zentralasien.
Besonderen Spaß hat die Nachhilfe mit Janna gemacht.

Kommunikationsmittel:
Um auf der Reise einigermaßen günstig mit meiner Fam. kommunizieren
können, musste auch dies vorbereitet werden. Hierzu habe ich mir einen
Speicherstick zusammengestellt mit den verschiedenen Programmen wie
Firefox, Thunderbird, Fotobearbeitungsprogramm, Skype usw., sogenannte
portable apps.
An meiner Telefonkarte, einer global SIM um Roaminggebühren zu sparen,
bin ich allerdings verzweifelt. GEOSIM ist nicht zu empfehlen und hat mir
Nerven und mindestens 20 Std. Zeit gekostet.

Motorrad packen:
Das Motorrad habe ich am letzten Tag gepackt, das Ergebnis lässt sich
in meinem Fotoalbum bewundern. Es sieht aber schlimmer aus als es ist.
Sobald das Motorrad in Bewegung ist, spürt man das Gewicht nicht mehr,
und Rennen wollte ich eh nicht fahren.
Mit ca. 70 kg ist es aber dennoch reichlich Gepäckgewicht und das
Motorrad sollte besser nicht umfallen.
Im Tankrucksack habe ich eine Ladestation eingerichtet für all das
elektronische Zeug, sodass ich autark vom Stromnetz bin.

Beim Packen hat sich das Reisefieber mächtig gemeldet, aber nach 3Std.
war es dann doch geschafft. Dank der Unterstützung durch
Marie-Theres, meiner Frau, ließ sich alles gut verstauen.

Reisevorbereitungen, der Countdown

Mein Abenteuer Seidenstrasse und ein bisschen mehr

Homepage: www.jolaae.de

IMAG0552

Foto in Samarkand (auf Seide gemalt)

Die Reiseidee
Die Seidenstrasse von der Türkei
über den Iran, Turkmenistan, Uzbekistan bis nach Kirgisien zu erleben und die Lebensweisen der Menschen, die
unterschiedlichen Kulturen und Jahrtausend alten Karawansereien und religiösen
Stätten zu besichtigen, ist seit Jahren ein großer Traum von mir.

Das Motorrad scheint mir das geeignete Mittel zu sein, individuell und auf
eigene Faust das Abenteuer zu wagen.

Reisevorbereitungen chronologisch:
Hier habe ich nach meiner Meinung die wichtigsten vorbereitenden Aktivitäten
der Reise grob beschrieben.

Navigation und Routenplanung, Juni – Nov. 2010
Die Streckenplanung hat mich bisher am meisten beschäftigt. Angefangen,
welches Kartenmaterial muss ich mitnehmen, um auch unabhängig vom
Navigationssystem zurechtkommen zu können, dann die Grenzübergänge und die Formalien in den jeweiligen Ländern heraus zu bekommen. Welches Navigationssystem ist das
Richtige, das sowohl eine gute Kartenabdeckung als auch genügend robust für
die Reise ist? Ich habe mich für Garmin entschieden, das Zümo 660 und als
redundantes System (bei Ausfall des Zümo 660) das Outdoorgerät etrex HCx.
Dann wurden die Routen (Autorouting) und die Tracks (für Länder, in denen
keine routingfähige Karten erhältlich sind) ausgearbeitet, eine wahre
Sisyphusarbeit.

Visumanträge, Dez. 2010
Für die Reise durch die Länder Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisien,
Tadschikistan, Kasachstan und Russland sind entsprechende Visa erforderlich.
Damit kein zeitlicher Stress aufkommt und auch die Lauferei unterbleibt,
habe ich eine Visa- Agentur eingeschaltet. In Summe sind es 10 Visa-Anträge.
Für die zeitliche Planung (Roadbook) hat sich dabei herausgestellt, dass
Turkmenistan zeitlich kritisch ist mit einem (nur) 7 Tage Visum und genauer
Terminierung sowie der Benennung der Grenzübertritte.

Impfplan, Dez. 2010:
Um den nötigen Schutz vor typischen Ansteckungen und Reisekrankheiten in
Zentralasien aufzubauen, haben meine Frau und ich einen Impfplan vom Arzt
ausarbeiten lassen und uns der Impfungen unterzogen. Wichtig ist hierbei,
dass ein genügend großer Zeitraum vor Reisebeginn besteht, um evtl.
Komplikationen auskurieren zu können (4 – 6 Monate).

Versicherungen, Dez. 2010
Die versicherungstechnischen Fragen sind mehrschichtig: z. B. die
Langzeitauslandskrankenversicherung für die persönliche Absicherung sowie die Pannenhilfe für Zentral Asien. Hier spielt die europäische –
asiatische Grenze eine wichtige Rolle, gemeint ist hier der Ural als
versicherungstechnisch relevante Grenze. Hier hat uns der ADAC spezielle
Pakete angeboten.

Um bei einem Unfall oder bei einer Panne unabhängig von Mobilfunknetzen zu
sein und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, habe ich mich für ein
Tracksystem mit Satellitenkommunikation vom Hersteller "Findmespot"
entschieden.

Fitnessplan, Jan. – April 2011
Zur körperlichen Fitness haben meine Frau und ich uns beim ortsansässigen
Fitness-Center, dem Twinfit, beraten lassen und uns auf einen Trainings-Plan
festgelegt. Jetzt geht es 2 – 3 Mal die Woche ins Fitness-Center in den
Milon Zirkel. Der Anfang ist geschafft! Ein spezielles Training für
Motorradfahrer absolviere ich nicht. Ich denke, eine gute Verfassung in
Kraft und Ausdauer zu haben, ist die richtige Grundlage.

Motorradcheck und Schrauber Fähigkeiten, Feb. 2011
An meinem Motorrad, einer BMW R850GS lässt sich wenig speziell vorbereiten
außer die üblichen Maßnahmen wie, Sturzbügel, Ständerverbreiterung,
Scheinwerferschutz, Lenkeranschlagpuffer, Kat. heraus genommen, Kofferhalter
für ZEGA Koffer, Enduro Reifen, Handprotektoren und eine Ladestation für die
Elektronik (Fotoapparat, Handy und Navi).
Mit der Werkstatt, BMW Fuchs in Hameln, habe ich eine umfassende
Winterinspektion vereinbart. Um auf der Reise auch mal Hand anlegen zu
können, habe ich mir ein entsprechendes Schrauberbuch besorgt (BMW Wartung
und Reparatur). Dies wird auch auf die Reise mitgenommen, trotz Gewicht und
Platzbedarf.

Fahrsicherheitstraining ADAC, April 2011
Um den eigenen Fahrstil weiter auszufeilen und die verschiedenen
Fahrsituationen im Vorfeld genügend zu üben, habe ich mich für ein
Fahrsicherheitstraining beim ADAC in Hannover angemeldet. Natürlich mit voll
beladener Maschine, um so auch das Maschinengewichtsgefühl zu haben.

Ein Mythos, ein Abenteuer & Jahrtausend alte Kulturen