Im Iran gut angekommen

Von türkischer Seite gab es keine Schwierigkeiten und war nach 10min erl.

 Zwischen den Grenzen, im Niemandsland, ab da sind wir umschwärmt von Geldwechslern und "Fixern", die uns am Grenzübergang bei den Formalitäten helfen wollen mit unbekanntem Geschäftsgedanken.

 Da die Abläufe im Zoll sehr unübersichtlich sind wegen unserer Motorräder, haben wir uns auf so eine Hilfe eingelassen. War dann auch eine gute Hilfe. Als wir den Zoll passieren, benötigen wir noch iranisches Geld und eine Versicherung fürs Motorrad. Ab da will diese "Hilfe" sein Geschäft machen und führt uns zu einem Versicherungsbüro, welches nur eine Jahresversicherung anbieten kann für satte 750€ pro Motorrad. Aber wir wissen, dass es auch Versicherungen für 1 Monat und für 20€ gibt. Nach einer 1/2 Std. Diskussion sind wir nicht weiter gekommen, nur in so weit, dass unser Fixer Jemanden kennt, der uns die gewünschte Versicherung für 20€ anbietet, außerhalb des Zoll irgendwo in der Stadt!? Dann lässt Helen diesen Mann bei Allah schwören, dass das stimmt. Mir bleibt die Spucke weg, wie Helen den Kerl ins Schwitzen bringt. Anschließend fahren wir aus dem Zoll und zu seinem Freund. Hier geht das gleiche Spiel wieder weiter. Aber nach einer weiteren 1/2 Std. haben wir endlich unsere Versicherungen für 20€.

Der Fixer ist nachher sehr schnell verschwunden. Kein Wunder, hier in der persischen Welt von einer Frau "platt" gemacht zu werden und sich auch noch einen Schwur bei Allah abringen zu lassen, ist mit deren Männerbild nicht kompatibel.

Spannend ist der Versicherungsschein (natürlich auf Persisch), siehe Foto. Zudem gilt im Iran der iranische Kalender, Jahreszahl, Monat und Tage sind verschoben. Ich nehme aber einfach an, dass alles richtig ist, mein Nummernschild steht sicher drauf.

Die Ereignisse ließen sich noch weiter spinnen, aber bei Gelegenheit mehr.

 Abschied von Helen:

Sobald wir aus dem Grenzgebiet heraus sind, zeigt sich der Iran von seiner schönsten Seite: gute Straßen, tolle Landschaften und die persische Freundlichkeit. Helen und ich sind 3 Tage gemeinsam unterwegs gewesen und haben viel zusammen erlebt. In Oghli trennen sich unsere Routen.

 Klima und Tabriz:

Die weitere Fahrt nach Tabriz ist gut zu schaffen. Vom Klima her ist es hier aber schon deutlich wärmer. Mitten in der Altstadt habe ich ein einigermaßen günstiges Hotel durch einen netten älteren Herren gefunden, der mich auf der Straße angesprochen und mich mit seinem Auto bis zum Hotel geführt hat.

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