Die Fahrt von Samarkand nach Osh in Kirgisien

800km von Samarkand nach Osh:

Für die weitere Fahrt nach Osh über Taschkent nimmt Marie-Theres ein Shared Taxi und ich wieder mein Motorrad, Treffpunkt ist das Hotel delux in Osh. Shared Taxis sind hier ein übliches und schnelles Verkehrsmittel für große Distanzen (20$ pro Person). Aufgrund der Entfernung planen wir je eine Zwischenübernachtung. Wie es der Zufall will, kann Marie-Theres mit Urlaubsbekannten (Michael und Anita) aus Samarkand zusammen reisen.

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Übernachtung im Truckstopp:
Nach knapp 600km mit dem Motorrad bin ich nach einem langen Tag im Fergana Tal angekommen. Ein Hotel, Hostel oder Datscha ist nicht zu finden. Kurz entschlossen nehme ich den nächstbesten Truckstopp, trinke noch einen Cay, esse einen Schaschlik und lege mich, wie die Trucker auch, einfach draußen auf einer Teebank in der Motorradkluft schlafen. Ist nicht so ganz toll, aber als Motorradfahrer ist man eh verschwitzt…. Dafür starte ich dann schon um 4:15 und kann einen schönen Sonnenaufgang auf dem Motorrad erleben, hat doch auch was, oder?  S. Foto?

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Im Fergamatal kurz vor Osh ein Bewässerungskanal und ein schönes Panorama.

Der Grenzübergang nach Osh ist, trotz einiger anders lautender Informationen in Samarkand, offen und ist auch aufgrund des geringen Grenzverkehrs unkompliziert. Nach 1 1/2 Std bin ich um 10 Uhr in Kirgisien! Besonders freundlich ist der kirgisische Posten. Das ist jetzt mein 12ter Grenzübergang seit Reisebeginn.

Mein Eindruck in Osh ist, dass es hier jetzt typisch asiatisch ist, im Gegensatz zu Usbekistan und den anderen Ländern vorher (Verkehr, Autos, Marktstände und die Menschen).

In Osh habe ich meinen ersten kleinen Unfall:
Im Straßenverkehr geht es jetzt noch wuseliger und aggressiver zu. Kurz vor dem Hotel passiert es dann, ein Taxifahrer drängt mich auf der 2- spurigen Hauptstraße einfach ab, bzw. fährt mich an, ohne dass ich eine Ausweichchance habe, so dass ich die Balance verliere. Dann ist's passiert und ich liege auf der Nase. Bis auf ein paar Kratzer am Motorrad (der Griffprotector hat den Bremshebel geschützt) und einem verbeulten Seitenkoffer ist nichts passiert. Ein Passant hilft mir, die Maschine wieder aufzurichten. Allein klappt es immer noch nicht. Der Taxifahrer hat sich inzwischen aus dem Staub gemacht.

Im Laufe des Tages kommt Marie-Theres dann auch wohlbehalten im vorher verabredeten Hotel an. Sie hat auch einiges erlebt. Für die Strecke von Taschkent nach Osh haben sie und ihre Reisegenossen einen äußerst rasanten und aggressiven Taxifahrer erwischt. Alle drei sind heilfroh, unversehrt am Ziel angekommen zu sein.

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