Fahrt von Khostav nach Khorog (19.7.)

Die Strecke führt weiter am Panj-Fluss entlang. Die Straßenverhältnisse sind jetzt aber deutlich besser geworden und mit längeren Asphaltpassagen gut befahrbar :).

Noch eine kleine Anmerkung zum Panj-Fluss:

Vom letzten Bürgerkrieg in Tadschikistan (1992 – 95) wurde das Panj Flussufer vermint. Mal einfach so am Flussufer zelten oder sich hinter einem Felsen erleichtern, kann zu einer bösen Überraschung führen. Auf der Strecke am Panj habe ich sowohl deutsche als auch schweizerische  Organisationen gesehen, die mit Minenräumung beschäftigt sind.

 

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Tanken:
In Kala i Khum gibt es mal wieder eine Tankstelle. Getankt wird mit 5ltr. Eimern und großem Trichter, 23ltr. Mein Tank ist ziemlich leer.

Weitere Bilder und Eindrücke

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Auf einsamer Strecke verkauft dieses Mädchen Tomaten und ist ganz glücklich, als ich ihr ein paar Früchte abkaufe.

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Steiler Anstieg
Hier sieht man einen chinesischen Kleinbus, der die heftige Steigung nicht schafft. Die Beiden versuchen Meter für Meter voranzukommen. Nach jedem Meter wird sofort wieder ein Stein hinters Rad geschoben, damit der Bus nicht wieder abrutscht. Die Kupplung stinkt bis zu mir herauf. Was draus geworden ist, hab ich nicht bis zum Ende verfolgt.

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Hier ist der Panj mal sehr breit und fliesst etwas langsamer.

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Abends komme ich in Khorog an und suche mir aus dem Lonely Planet eine Bleibe im Pamir Lodge und bin unter vielen Radfahrern mit meinem Motorrad ein Exot.

In Khorog gönne/brauche ich erst mal einen Tag Pause, um mich zu sortieren. Für mich steht die Entscheidung an, ob ich nach den bisherigen Anstrengungen und Erfahrungen noch das Wakhantal über Ishkashem bereise, oder die einfachere Strecke über die M41 nach Murgab nehme.

Im Pamir Lodge sind ca. 30 Travler, die entweder mit dem Fahrrad od. dem Rucksack auf dem Pamir unterwegs sind. Alles irgendwie "bunte Vögel" und wir haben uns viel zu erzählen bzw. Erfahrungen auszutauschen. Es sind überwiegend Schweizer Radler, die den Pamir befahren und erleben möchten. Sie haben z. T bis zu 40kg Gepäck dabei und für 4 – 5 Tag Lebensmittel an Bord. Es ist auch interessant, wie sie die logistischen Vorbereitungen treffen, angefangen damit, dass sie die Höhenmeter und die Gefällstrecken erarbeiten und erkunden, wo es das nächste Mal Essbares zu kaufen gibt.

Nachdem ich mir die Vorbereitungen der Radler angesehen habe, entscheide ich mich für die Fahrt durch das Wahkal Tal.

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Gemeinsames Kartenstudium

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