Kashgar Kishlok, Kulturprogramm und das laendliche Leben (9. / 10.7)

Nach unserem Treck in den kirgisischen Bergen sind wir anschließend in Kashgar Kishlok, einem Ort ca. 15km entfernt von Osh. Dies ist eine Kleinstadt mit 35.000 Einwohnern, die ursprünglich aus Uigurien (jetzt Kashgar in China) stammen. Kashgar Kishlok heißt kleines Kashgar. Die alten Traditionen und Handwerkskünste finden sich noch nach Generationen wieder und werden gepflegt.

In einem Homestay werden wir mit einem Festmahl empfangen und bekommen eine Folkloretanzshow von jungen Mädchen einer usbekischen Schule geboten. Sie führen Tänze aus den verschiedenen Kulturen wie urigurisch, usbekisch, kasachisch, persisch und türkisch auf. Anschließend tanzen sie zur Freude aller noch mit uns.

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Erna, die uns in diesem Programm begleitet, gibt uns noch nähere Informationen und Hinweise zu den Sitten und Gebräuchen bei der Begrüßung, der Sitzordnung am Esstisch und den traditionellen Hochzeitsgebräuchen. Erna lebt seit mehr als 10 Jahren in Kirgisien in diesem Dorf und arbeitet als Englischlehrerin an der usbekischen Schule. Sie ist Schweizerin und baut gemeinsam mit Peter Scheich das NTE auf. Auch Erna ist eine Sprachkünstlerin mit Englisch, Deutsch, Uigurisch, Usbekisch, Russisch und  Kirgisisch. Entsprechend kann sie die Themen sehr lebendig und voller Begeisterung vermitteln.

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Am Sonntag haben wir dann eine Bäckerei, eine Getreidemühle (chinesische Antriebstechnik, Motor usw.), das Bewässrungssystem und Baumwollfelder besichtigt.

Die Bäckerei wird von "Chef Generale Mama" als Familienunternehmen geführt, Arbeitsbeginn um 2:00h und es werden ca. 1.400 Brote am Tag gebacken. Dem Sohn vor dem Ofen lieft der Schweiß in Strömen beim Beschicken und Entleeren des Ofens.

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Die Baumwollfelder und Pflanzen sind das weiße Gold Zentralasiens. Von den Pflanzen wird alles genutzt, sowohl die Baumwolle bei der Ernte als auch die alten Pflanzen nach der Ernte zum Heizen (Brennmaterial). Durch die Jahrzehnte lange Monokultur ist der Boden stark ausgelaugt und der riesige Wasserverbrauch hat den Aralsee in Kasachstan fast ganz trocken gelegt. Man beginnt seit einiger Zeit von der Monokultur Abstand zu nehmen und wieder zur Mixkultur über zu gehen (Mais, Sonnenblumen, Gemüse und Obst).

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In unserem Homestay werden wir kulinarisch sehr verwöhnt und hätten sogar an einer Hochzeit teilnehmen können.

Die sanitären Bedingungen in unserem Homestay sind jedoch derart reduziert, z. B. bis auf Zähne putzen gibt es keine Waschmöglichkeiten, dass wir uns entschließen, nach einer Nacht wieder in ein Hotel umzuziehen.

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