Trekking in den kirgisischen Bergen (vom 4.7. bis 8.7)

Teilnehmer:
Ein junges Ehepaar mit 2 Kindern (3 und 5) und der Großvater (73) der Kinder aus der französischen Schweiz.

Organisation und Reiseführerin Isabelle Scheich (Schweizerin), die Sprachkünstlerin mit  4 Sprachen: Deutsch, Engl., Franz. und Usbekisch, sowie Marie-Theres und ich.

Zur Tourunterstützung sind ein Eselsführer, Mohamad-Ali mit 3 Eseln und Danier mit seinem Pferd dabei.

Eindrücke und Begegnungen:
Jan-Louis mit 73 Jahren ein passionierter Bergsteiger, hat uns oft vorgemacht, wie man unterwegs sein kann und sollte. Am Berg ist er oft der Erste, der oben angekommen ist.

In den Tälern haben wir immer wieder kleine Hütten oder Zelte vorgefunden, in denen Fam. oder Großmütter mit Enkelkindern den Sommer verbringen. Hier wird aus Kuh- und Ziegenmilch Käse, Jogurt, Butter und Rahm erzeugt. Wir werden immer eingeladen zu Salzkäsekugeln und Cay bzw. zu bleiben und nebenan unsere Zelte aufzuschlagen. Wir haben den Eindruck, dass wir eine sehr willkommene Abwechslung sind und dank Isabelle, gibt es keine sprachlichen Hürden. Es ist sehr beeindruckend, wie einfach und reduziert die Menschen in den Bergen leben, aber dennoch zufrieden sind.

Interessant für uns ist auch zu beobachten, dass, wenn uns Kirgisien auf dem Treck begegnen,   es zwischen den Kirgisien ein Begrüßungsritual gibt, nämlich den Austausch von Kautabak (keine Narkotika?!) und ein kurzes Gespräch. Dann verabschieden sie sich und ziehen ihrer Wege.

Abends habe ich Gelegenheit, mich mit Danier (ca. 25Jahre alt) und Mohamad-Ali (ca. 40J.) auf Russisch zu unterhalten. Unterhalten darf ich es eigentlich nicht nennen, da mein Russisch hierzu zu schlecht ist. Bei der Gelegenheit habe ich Danier meinen elektronischen Übersetzer Deutsch/ Russisch gezeigt. Mich hat dann sehr verblüfft, dass Danier die Übersetzung in Deutsch lesen bzw. aussprechen kann. Auf mich hat das den Eindruck gemacht, dass er ein hohes Potential hat.

Unglaubliche Vegetation:
Besonders beeindruckend für uns sind die Natur und die Vegetation auf unserem Treck. Auf 3.000m Höhe z B durch ein Thymianfeld zu klettern und den Duft einzuatmen, das hat schon was besonders. Insgesamt ist das Wandern und Klettern hier in den Bergen eine neue und sehr schöne Erfahrung. Wir werden in Zukunft bestimmt noch öfter Bergwandern gehen, es muss aber nicht Kirgisien sein.

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Der Start mit einer jungen Fam. aus der Schweiz.

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Erstes Picknick in den Bergen an einem Wasserlauf

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Ein Spruch zu den Eseln: Die Eseln sind unsere Freunde, aber manchmal muss man Freunde schlagen.

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Für den Trekk in die Bergen wird ein Großteil des Gepäcks auf Eseln und Pferden geladen, da ein Befahren mit Fahrzeugen nicht mehr möglich ist. Auch die Kinder werden aufgeladen und durften reiten.

 

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Auf einem Pass in 3.000m Höhe.

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Unser Zeltlager auf 2.300m Höhe. Nachts wird es recht kühl, aber unsere Schlafsäcke haben uns warm gehalten.

Brandunfall durch Benzinkocher:
Am Donnerstagabend, nach dem Abendessen soll es noch einen Tee geben. Isabelle und ich versuchen, den Benzinkocher in Gang zu setzen. Dabei hat sich eine Verschraubung am Kocher gelöst und eine große Stichflamme erzeugt. Die Stichflamme hat  Isabelle voll abbekommen und schwere Brandverletzungen bewirkt. Gott sei Dank ist ganz in der Nähe ein Bach, an dem die Brandwunden (Gesicht und Arm) sofort gekühlt werden können. Ihren Mann können wir per Satellitentelefon informieren. Bis er mit einer Ärztin eintrifft, sind allerdings mehr als 5 Std. vergangen aufgrund des sehr unwegsamen Geländes.

 Dieses Ereignis hat uns alle ziemlich geschockt.

Am anderen Morgen wandern wir dann ohne Führung zurück aus den Bergen Richtung Osh. NTE schickt uns Fahrzeuge entgegen, die uns nach ca. 5 Std. auflesen. Somit ist unsere Trekkingtour leider vorzeitig beendet.

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