Kasachstan, eigentlich nur durchgefahren (30.7 – 5.8)

Von Almaty bis Semey sind es ca. 1.300km, einmal durch ganz Ostkasachstan.

Die Ausfahrt aus Almaty dauert  2 Stunden, weil die Ausfahrtstraße nach Semey ca. 5km rechts und links von einem riesigen Bazar gesäumt wird und es nur schrittweise vorwärts geht, bei einer Affenhitze.

Über die A350, nach unseren Maßstäben eine gute Landstraße, geht es z. T. durch endlose Steppe soweit das Auge reicht.

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Na das wird aber eng. LKW mit Überbreite.

Übernachtet habe ich jeweils in den Städten Taldyqorghon und Ayaköz in einfachen Hotels.

Unterwegs bin ich Atsushi, einem jungen japanischen Biker aus Tokio begegnet, der für ein Jahr unterwegs ist, erst durch Europa und dann quer durch Afrika. Er berichtet, auf der Fahrt durch die Mongolei sei er wegen der schlechten Straßen oft mehrmals täglich gestürzt und ist froh, in Russland wieder auf Straßen zu fahren.

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Semey:
Semey liegt am Irkysh Fluss, der hauptsächlich von den Ausläufern des Altai Gebirge gespeist wird. Eine Stadt, die sich aufmacht in die Neuzeit und ein Transport- und Verkehrsknoten zwischen Russland und Kasachstan bildet. Überall wird gebaut und die alte Sowjetzeit abgelegt. Als Beispiel das Hotel Semey mit einer Sowjetaura von außen, aber von innen ist es z. T. komplett modernisiert.

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Semey, früher auch Semipalatinsk genannt, ist auch bekannt, weil in der Zeit von 1949 – 1989  in der westlichen Steppe alle 460 Atombombenversuche der Sowjetunion stattgefunden haben.

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Flusslandschaft mit Promenade, das hat doch was, oder?

Im Hotel Semey habe ich Jake, einen amerikanischen Studenten wiedergetroffen, dem ich das erste Mal in Murgab, auf dem Pamir begegnet bin. Jake ist von Frankfurt aus mit seinem Bike gestartet und über den Irak … nach Tadschikistan unterwegs. Sein Rückflug geht von Ulan Bator in der Mongolei in 14Tagen. Er berichtet, dass er mit 2 polnischen Bikern die Bachqueren auf dem Pamir nicht so gut überstanden haben, da sie 2 mal gestürzt sind, ziemlich nass waren und in Sommerschlafsäcken auf 4.000m Höhe übernachten mussten. Die Nacht wäre so erbärmlich kalt gewesen. Da bin ich wohl deutlich besser davongekommen, Glück gehabt!

Klima:
Zwischen Osh in Kirgisien und Semey in Kasachstan liegen etwa 2.000km Luftlinie in nördlicher Richtung. Dies ist im Klima schon deutlich zu spüren. Die Tagestemperatur liegt hier in Semey bei 25 – 30 Grad, sehr angenehm.

Kasachische Polizei:
Den schlechten Ruf der kasachischen Polizei konnte ich nicht nachvollziehen und bin bisher keinmal gestoppt und überprüft worden. Mal sehen, wie es an der Grenze zu Russland klappt.

Ab morgen dann hoffentlich in Sibirien, bin schon ganz gespannt. Die erste Station soll Barnaul werden. Eine gute Hoteladresse in Barnaul hat mir Adrian gegeben, mal schauen wie es ist.

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