Omsk und freundlichst aufgenommen im Motorradclub oppozit (Ural Motorbikeclub) (8.8-11.8)

Am Ysyk-köl habe ich leider meine Neopren Sturmhaube liegen gelassen. So ganz neu war sie ja nicht mehr. Da es morgens in Sibirien um die 10 Grad ist, fehlt mir die Sturmhaube schon. In Barnaul und Novosibirsk bin ich trotz einiger Suche nicht fündig geworden.

An einer Tankstelle, ca. 60km vor Omsk, steht zufällig ein weiterer tankender Biker. Mit Zeichensprache und ein paar russischen Vokabeln frage ich ihn nach einem Biker- Shop in Omsk und will eigentlich nur die Straße in Omsk wissen.

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Tja, so einfach ist das wohl nicht für einen waschechten Biker. Dmtriy führt mich kurzerhand nach Omsk zum Biker- Shop. Ich finde dort auch eine regendichte Sturmhaube für umgerechnet 40€.

Im Shop finden sich dann plötzlich einige Biker ein (die Buschtrommel scheint auch in Sibirien zu funktionieren). Per Internet- Translater werde ich erst mal ordentlich zu meiner Seidenstraßentour ausgefragt, da keiner von ihnen Englisch spricht und mein Russisch viel zu schlecht ist. Hat ganz gut funktioniert.

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Im Laufe der Zeit kommt die Frage auf, wo ich denn heute schlafen würde. Kurz entschlossen lädt mich Dmtriy in seine Wohnung zur Übernachtung ein. Dmtriy ist Medizinstudent, wie ich mit der Zeit herausbekomme und möchte in 2 Jahren sein Studium abschließen. Nebenbei bemerkt, ist Dmtriy 20 Jahre alt und kommt gebürtig von der Insel Kamtschatka. Ich hab seinen Ausweis gesehen. Nach dem Studium will er auch dorthin zurück.
Tja, so hab ich 2 Nächte in einer russischen Studentenbutze verbracht. War nicht schlecht.

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Dmtriy ist leidenschaftlicher Motorradfahrer und vieles dreht sich um die Ural. Letztes Jahr hat er eine Auszeichnung für das beste Costum Bike 2010 auf Basis der Ural im Motorradclub oppozit gewonnen. Die ganzen Arbeiten hat er in seiner Studentenwohnung durchgeführt mit einfachsten Mitteln. An diesem Bike hatte er 3 Jahre lang gearbeitet.

Besichtigung Omsk:
Dmtriy u Anton haben es sich nicht nehmen lassen, mir die Stadt Omsk zu zeigen.
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Ein Museum zu Waffen aus dem2. Weltkrieg. Wer genau hinschaut, kann ueber dem Schwert ein Plakat mit deutscher Propaganda lesen.

Nette Jungs:
Am Donnerstagmorgen geht`s dann weiter Richtung Thymen und Ekatarinburg. Die Jungs haben es sich nehmen lassen, mich per Eskorte in aller Herrgottsfrühe aus der Stadt zu begleiten. Zum Abschied schenkt er mir seine Vereinslitze. Einfach toll und beeindruckend von den Bikern. Ob das in Deutschland auch so passieren würde?!

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Was sagt mir das?
Eigentlich wollte ich nur ein neues Halstuch kaufen u manchmal muss man wohl etwas verlieren, um etwas Neues zu gewinnen.

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